Maschinen und digitale Technik für den Bergbau
Nach Angaben von International Mining liefert Finning Argentina für Alumbrera insgesamt 51 Caterpillar-Einheiten. Dazu zählen 22 Cat-793-Trucks, drei Hydraulikbagger des Typs Cat 6060 FS, ein D11-Dozer, ein Wassertankwagen des Typs 77 sowie Cat-336-Bagger.
Zum Paket gehören außerdem Transport rund um die Uhr, Montage, Inbetriebnahme und Wartung sowie das Flottenmanagementsystem MineStar Fleet. Die Lieferungen sollen im vierten Quartal 2026 beginnen und bis 2028 laufen. Für 2027 ist die Wiederaufnahme des Betriebs vorgesehen, für 2028 die erste Produktion.
Sein Angebot an Bergbautechnologie hat Caterpillar auch durch Zukäufe erweitert. Auf die Übernahme von RPMGlobal folgte am 7. Juli 2026 der Kauf von Skycatch. Das Unternehmen bietet räumliche Datenerfassung und KI-gestützte Analysen für den Bergbau an. Caterpillar will diese Technologie in die Lösungen von RPM und MineStar einbinden. So soll ein digitaler Zwilling der Mine entstehen, der nahezu in Echtzeit aktualisiert wird.
Rekordumsatz und starkes Geschäft mit Stromerzeugung
Im zweiten Quartal 2026 erzielte Caterpillar erstmals mehr als 20 Milliarden US-Dollar Umsatz. Laut TradingKey waren es 20,5 Milliarden US-Dollar und damit 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 73 Prozent auf 8,17 US-Dollar.
Der Auftragsbestand wuchs von rund 62,7 Milliarden US-Dollar zum Ende des ersten Quartals auf etwa 72,1 Milliarden US-Dollar. Dahinter standen rund 9,4 Milliarden US-Dollar an Neubestellungen im Quartal. Märkte & Trends beziffert den Anstieg des zuletzt rund 72 Milliarden US-Dollar schweren Auftragsbestands gegenüber dem Vorjahr auf rund 92 Prozent. Einige Kunden haben demnach bereits Kapazitäten bis 2030 bestellt.
Besonders stark entwickelte sich die Stromerzeugung: Der Umsatz mit Generatoren und Turbinen lag im zweiten Quartal 2026 laut Märkte & Trends um 72 Prozent über dem Vorjahreswert. Im gesamten Segment Power & Energy stiegen die Umsätze an Endkunden um 33 Prozent.
Ein weiterer Auftrag für die Stromversorgung kommt aus dem Bergbau. Wie Caterpillar am 7. Oktober 2026 mitteilte, entschied sich West Gold Mining für zwei Gasgeneratorsätze der Baureihe Cat G3500K von Caterpillar und dessen Händler Borusan Cat. Sie sind für eine Goldmine in Kasachstan bestimmt, die keinen Netzanschluss hat und 300 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt liegt.
Caterpillar erweitert seine Fertigung
Um die Nachfrage zu bedienen, nahm Caterpillar eine zuvor stillgelegte Gasmotoren-Plattform wieder in Betrieb. Sie soll rund 1,5 Gigawatt zusätzliche Leistung bereitstellen. In Wamego im US-Bundesstaat Kansas stellte der Konzern zudem innerhalb von weniger als einem Jahr ein Werkzeugwerk auf die Fertigung von PGM130-Einheiten um. Diese dienen der Stromversorgung von Rechenzentren.
Auch für Baumaschinen plant Caterpillar neue Kapazitäten. Am 30. September 2026 kündigte das Unternehmen an, eine Milliarde US-Dollar in ein neues Werk in North Carolina zu investieren. Dort sollen Kompakt-Raupenlader und Teleskoplader entstehen.
Bernstein warnt vor schwächerer Auftragsdynamik
Trotz des hohen Auftragsbestands äußerte sich die Bernstein SocGen Group Mitte Oktober vorsichtig. Sie reduzierte ihr Kursziel für Caterpillar von 1.002 auf 749 US-Dollar, hielt aber an der Einstufung "Market Perform" fest.
Das Analysehaus sieht das Risiko, dass die Auftragsdynamik nachlässt. Als Begründung führte es an, dass die Leistung von Rechenzentren mit Stromversorgung hinter dem Netzanschlusspunkt seit Mai 2026 unverändert bei 15 Gigawatt liege.
Caterpillar wird seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 29. Oktober vorlegen. Die anschließende Ergebniskonferenz ist für 8:30 Uhr ET angesetzt.






