Höhere Ziele für beide Geschäftsjahre
Mit ihrer Prognoseanhebung vom 5. August 2026 setzte die Deutsche Rohstoff AG den erwarteten Umsatz für das laufende Jahr auf 300 bis 320 Mio. EUR herauf. Zuvor hatte sie 260 bis 280 Mio. EUR angesetzt. Beim EBITDA liegt die neue Spanne bei 380 bis 400 Mio. EUR statt bislang 355 bis 375 Mio. EUR.
Auch für 2027 erhöhte das Unternehmen seine Erwartungen: Der Umsatz soll 320 bis 340 Mio. EUR erreichen, nach zuvor 280 bis 300 Mio. EUR. Für das EBITDA werden nun 240 bis 260 Mio. EUR veranschlagt; die bisherige Prognose hatte 210 bis 230 Mio. EUR betragen.
Laut der über EQS News veröffentlichten Unternehmensmitteilung gelten diese Werte für das Basisszenario. Dessen Annahmen sind ein WTI-Ölpreis von 75 USD, ein Gaspreis von 3,50 USD und ein Wechselkurs von 1,15 USD je Euro.
Ausgeweitetes Bohrprogramm und höhere Förderziele
1876 Resources ergänzte das Bohrprogramm für 2026 um sechs Bohrungen. Damit umfasst es 32 Bruttobohrungen beziehungsweise rund 28 Nettobohrungen. An den zusätzlich aufgenommenen Bohrungen hält die US-Tochter einen Anteil von rund 84 Prozent. Für die 32 eigenen Bohrungen, die Infrastruktur und neun Partnerbohrungen in Wyoming ist 2026 ein Investitionsbudget von voraussichtlich 310 bis 330 Mio. EUR vorgesehen.
Bei der durchschnittlichen Tagesproduktion im Gesamtjahr erwartet Deutsche Rohstoff jetzt 18.500 bis 20.000 BOEPD statt zuvor 17.000 bis 18.000 BOEPD. Für das zweite Halbjahr und das Jahresende 2026 liegt das Ziel bei rund 24.000 bis 26.000 BOEPD, mit einem Ölanteil von rund 70 Prozent.
Über den Planwerten lagen bereits die ersten vier Niobrara-Bohrungen auf dem Dillon/Billings Pad: Jede von ihnen förderte innerhalb von rund drei Monaten nach Produktionsbeginn insgesamt mehr als 90.000 Barrel. Für diesen Zeitraum entsprach das einem Vorsprung von rund 35 Prozent gegenüber der Planung.
Auf dem Malta Pad setzte 1876 Resources erstmals drei Drei-Meilen-Bohrungen mit jeweils rund 4,8 km horizontaler Länge in Betrieb. Die Spitzenförderung betrug im Durchschnitt rund 2.000 Barrel Öl pro Tag und Bohrung. Über den ersten Produktionsmonat hinweg lag die kumulierte Fördermenge rund 50 Prozent über den Erwartungen.
Halbjahresgewinn, Aktienverkäufe und Wertminderung
Für die ersten sechs Monate 2026 meldete Deutsche Rohstoff laut Halbjahresbericht 110,0 Mio. EUR Umsatz. Das waren 7,5 Prozent mehr als die 102,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA erreichte 205,2 Mio. EUR nach 70,5 Mio. EUR. Beim Konzernergebnis nach Minderheiten standen 134,7 Mio. EUR den zuvor erzielten 15,5 Mio. EUR gegenüber; je Aktie waren es 28,42 EUR nach 3,20 EUR.
Bis zum Halbjahresstichtag am 30. Juni hatte das Unternehmen rund 11,6 Mio. Almonty-Aktien verkauft. Der daraus erzielte Ertrag belief sich auf rund 128 Mio. EUR. First Berlin Equity Research berichtete in seiner Analyse zudem, dass im dritten Quartal 2026 bis dahin weitere 33,7 Mio. EUR Gewinn aus Almonty-Aktien verbucht worden seien.
Eine Belastung entstand dagegen bei Bohrungen im Denver-Julesburg Basin in Colorado. Deutsche Rohstoff schrieb sie zum Halbjahr außerplanmäßig um 19,0 Mio. EUR ab. Ausschlaggebend waren höhere Workover-Kosten sowie teilweise niedrigere Fördermengen älterer Bohrungen. Nach Steuern und Minderheitenanteilen verringerte die Wertminderung das Konzernergebnis um 14,6 Mio. EUR.
First Berlin hebt Kursziel auf 125 EUR
First Berlin Equity Research bekräftigte am 26. August 2026 seine Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von 115 auf 125 EUR. Analyst Simon Scholes verwies zur Begründung auf ein um 6 Prozent höheres Öl-Futures-Niveau und einen um 20 Prozent gestiegenen Wert der verbliebenen Almonty-Bestände. Das von ihm genannte Aufwärtspotenzial betrug zum Zeitpunkt der Analyse 46 Prozent.
Ein am 24. Oktober 2026 aktualisierter Beitrag von Maximilian Berger auf wallstreet-online stellt starke Fördererlöse, übertroffene Erwartungen und neue Höchstmarken heraus. Berger wirft darin die Frage auf, ob die Zahlen nach der Rally einen weiteren Anstieg tragen können. Konkrete Zahlen enthält der öffentlich zugängliche Ausschnitt nicht; die vollständige Analyse wird kostenfrei nach einer Registrierung mit E-Mail-Adresse angeboten.






