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Micron vereinbart höhere HBM-Preise für 2027

Micron Technology hat nach eigenen Angaben den Großteil seiner HBM-Bit-Lieferungen für das Kalenderjahr 2027 vertraglich abgesichert, und zwar zu deutlich höheren Preisen als 2026. Konzernchef Sanjay Mehrotra zufolge verringert sich damit die Bruttomargenlücke zwischen Hochbandbreitenspeicher (HBM)…

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Preiserwartungen stützen die HBM-These

Ob HBM ab 2027 zu einem Gewinnmotor für Micron werden könnte, ist auch Gegenstand einer auf wallstreet-online vorgestellten Analyse von Maximilian Berger. Sie stellt die starken Speichermargen und die Erwartungen an das KI-Geschäft in den Mittelpunkt und kündigt eine Einordnung der Chancen und Anlagerisiken an.

Für den gesamten HBM-Markt rechnet TrendForce 2027 mit einem Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises um 121 Prozent gegenüber 2026. Branchenschätzungen zufolge könnte ein 12-high-36-GB-HBM4-Stack dann etwa 1.300 US-Dollar kosten, nach rund 600 US-Dollar im Jahr 2026. Das wäre mehr als eine Verdopplung; bislang handelt es sich jedoch um Prognosen, nicht um erzielte Preise.

Wachsender Markt, veränderte Marktanteile

JPMorgan erwartet weiterhin ein knappes HBM-Angebot. Die Bank beziffert die erwarteten Angebotsdefizite auf 20 Prozent für 2026, 19 Prozent für 2027 und 16 Prozent für 2028. Nach ihrer Schätzung könnte das Marktvolumen 2027 rund 160 Milliarden US-Dollar und 2028 rund 282 Milliarden US-Dollar erreichen.

Microns Anteil am weltweiten HBM-Umsatz ging laut Counterpoint Research im zweiten Quartal 2026 auf 18 Prozent zurück, nach 21 Prozent im Vorquartal. Auch SK hynix verlor Anteile und kam auf 50 Prozent nach zuvor 58 Prozent. Samsung legte dagegen von 21 auf 33 Prozent zu.

Rekordergebnis und Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027

Micron meldete für das am 3. September 2026 abgeschlossene vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 54,23 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 11,32 Milliarden US-Dollar gewesen. Der Non-GAAP-Nettogewinn erreichte 38,40 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 33,42 US-Dollar je Aktie. Über das gesamte Geschäftsjahr stieg der Umsatz von 37,38 Milliarden auf 133,19 Milliarden US-Dollar.

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet das Unternehmen 61,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, mit einer Abweichung von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar nach oben oder unten. Die Non-GAAP-Bruttomarge soll rund 86,25 Prozent betragen.

Im abgelaufenen Quartal schloss Micron außerdem zehn neue Liefer- und Kapazitätsverträge ab. Insgesamt bestehen damit 26 solcher Vereinbarungen, die DRAM und NAND abdecken und bis 2030 reichen.

Die Aktie wurde auf wallstreet-online am 23. Oktober 2026 mit 784,10 Euro und einem Plus von 2,71 Prozent ausgewiesen.

HBM4 in Serienfertigung, neue Speichertechnik vorgestellt

Nach Unternehmensangaben produziert Micron HBM4 bereits in hohen Stückzahlen. Die Bandbreite beträgt 2,8 Terabyte pro Sekunde je Stack.

Bei einem Analysten-Call am 21. Oktober 2026 stellte Micron zudem die gestapelte Speicherproduktlinie "vertical HBM" vor. Dabei wird der Speicher direkt auf dem Prozessor platziert. Ebenfalls präsentiert wurden die neuen Fertigungsknoten 1-delta DRAM und G11 NAND, deren Anlauf für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen ist.

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