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Volvo baut weitere 2.500 Stellen ab, Taranto beantragt Kurzarbeit

Volvo Cars will mit weiteren Stellenstreichungen jährlich rund 5 Milliarden schwedische Kronen sparen. Beim ehemaligen Ilva-Stahlwerk in Taranto haben die Sonderverwalter unterdessen Kurzarbeit für bis zu 8.622 Beschäftigte beantragt. Weitere Wirtschaftsmeldungen betreffen illegale Rodungen durch G…

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Volvo verschärft den Sparkurs

Volvo Cars streicht weltweit rund 2.500 weitere Arbeitsplätze. Nach Angaben des Spiegel sollen dadurch die jährlichen Kosten um rund 5 Milliarden schwedische Kronen sinken, umgerechnet etwa 450 Millionen Euro. Bereits 2025 hatte der Autobauer den Abbau von weltweit rund 3.000 Stellen angekündigt.

Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 zeigen deutliche Rückgänge: Volvo verkaufte rund 141.300 Fahrzeuge und damit 11 Prozent weniger. Der Umsatz sank um fast ein Viertel auf 66,9 Milliarden Kronen. Als Nettoverlust wies das Unternehmen 5,7 Milliarden Kronen aus, rund 513 Millionen Euro.

In den ersten neun Monaten 2026 beschäftigte Volvo noch rund 39.300 Menschen, nach 43.000 im Vorjahreszeitraum. Allein in Schweden fallen 2.000 Stellen weg.

Kurzarbeit und Gesundheitsbelastung in Taranto

Die junge Welt greift den industriepolitischen Streit um das Stahlwerk von Taranto auf. Für das ehemalige Ilva-Werk haben die staatlichen Sonderverwalter von Acciaierie d'Italia laut tagesschau.de Kurzarbeit für bis zu 8.622 Beschäftigte beantragt. Diese Angabe hat den Stand vom 20. Oktober 2026.

Zum Konflikt um das Werk gehört auch die gesundheitliche Belastung der Bevölkerung. Wie tagesschau.de berichtet, stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 2019 fest, dass Italien die Menschen in Taranto unzureichend vor den gesundheitlichen Folgen der Werksemissionen geschützt habe. Die Richter verwiesen auf Studien, die Zusammenhänge zwischen der Schadstoffbelastung und Lungen- und Rippenfellkrebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt hatten.

Baustopp nach Googles illegaler Rodung

Für ein geplantes Rechenzentrum im finnischen Muhos hat Google nach einem Bericht von SRF rund 250.000 Bäume auf etwa 330 Hektar illegal gerodet. Zum Zeitpunkt der Rodung war die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung noch nicht abgeschlossen. Die finnische Aufsichtsbehörde ließ die Bauarbeiten stoppen.

Eine Petition für strengere Waldschutzgesetze erhielt 93.000 Unterschriften. Google kündigt an, auf 130 Hektar neue Bäume zu pflanzen. Zugleich verweist das Unternehmen darauf, dass zusätzliche Rechenkapazität dringend benötigt werde.

EU stellt mehr als 196 Millionen Fälschungen sicher

Die Behörden in der EU haben 2025 eine Rekordmenge von mehr als 196 Millionen gefälschten Waren sichergestellt, berichtet der Spiegel. Gegenüber 2024 entspricht das einem Anstieg von gut 67 Prozent. Der geschätzte Einzelhandelswert erhöhte sich von knapp 3,9 Milliarden auf 6,3 Milliarden Euro.

Bei der Herkunft der Waren lagen China mit rund 41 Prozent und die Türkei mit rund 18,5 Prozent vorn. Betrachtet man den Wert der an den EU-Außengrenzen sichergestellten Waren, entfielen knapp 22 Prozent auf Deutschland. Damit lag Deutschland hinter Spanien auf Platz zwei.

Tarifrunde, Investitionen und Konzernumbau

Zu den weiteren Wirtschaftsthemen der jungen Welt vom 22. bis 24. Oktober zählt die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. IG-Metall-Chefin Benner erklärte dazu, die Belegschaften hätten "die Faxen dicke".

Weitere Kurzmeldungen behandeln den Umbau der Konzernstruktur bei Bosch, laut KfW verschobene Investitionen im Mittelstand und ein Rekordplus in der deutschen Bauwirtschaft.

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