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Lenzing: Goldman Sachs meldet Gesamtposition von 4,01 Prozent

Die gemeldete Position von Goldman Sachs bei Lenzing ist gegenüber Anfang Oktober leicht gestiegen. Zum 20. Oktober 2026 belief sie sich einschließlich Finanzinstrumenten auf 4,01 Prozent. Einen Tag später schloss Lenzing seine Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von rund 301,2 Millionen Euro ab.

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Mehr Stimmrechte über Instrumente, weniger aus Aktien

Lenzing veröffentlichte die Stimmrechtsmitteilung am 23. Oktober 2026 um 8:22 Uhr über EQS News. Meldepflichtig ist The Goldman Sachs Group, Inc. mit Sitz in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. Die Schwellenberührung datiert auf den 20. Oktober; als Gründe sind der Erwerb oder die Veräußerung von Aktien sowie von Finanz- oder sonstigen Instrumenten angegeben. Für den Inhalt ist laut Veröffentlichung der Emittent verantwortlich.

Auf Aktien entfielen zum Meldestichtag 2,59 Prozent der Stimmrechte, auf Finanz- oder sonstige Instrumente weitere 1,43 Prozent. Als Gesamtposition weist die Mitteilung 4,01 Prozent aus. Die angegebene Gesamtzahl der Stimmrechte von Lenzing beträgt 38.618.180.

Damit hat sich die Zusammensetzung gegenüber der Meldung zum 2. Oktober verändert: Damals standen 2,75 Prozent aus Aktien, entsprechend 1.061.021 Stimmen, weiteren 1,11 Prozent über Finanzinstrumente gegenüber. Insgesamt waren es 3,86 Prozent. Dieser früheren Meldung war eine Position von 9,98 Prozent vorausgegangen, aufgeteilt in 6,55 Prozent aus Aktien und 3,43 Prozent aus Instrumenten. Die nun gemeldeten 4,01 Prozent bedeuten einen leichten Wiederanstieg gegenüber Anfang Oktober.

Kurz vor Veröffentlichung der aktuellen Mitteilung lag der Kurs der Lenzing-Aktie auf Tradegate laut wallstreetONLINE bei 10,62. Das entsprach am 23. Oktober um 8:18 Uhr einem Plus von 0,38 Prozent.

Kapitalerhöhung bringt rund 301,2 Millionen Euro

Die am 1. Oktober angekündigte Kapitalerhöhung schloss Lenzing am 21. Oktober 2026 ab. Das Unternehmen gab 34.756.362 neue Aktien zum Bezugspreis von jeweils 8,65 Euro aus und erzielte damit einen Bruttoerlös von rund 301,2 Millionen Euro.

99 Prozent der neuen Aktien wurden von bestehenden Aktionären gezeichnet. Auf das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano entfielen rund 52 Prozent, auf die Oberbank knapp vier Prozent. Als voraussichtlicher Handelsbeginn der neuen Aktien an der Wiener Börse war der 23. Oktober 2026 vorgesehen.

Refinanzierung und mittelfristige Ertragsziele

Die Kapitalerhöhung gehört zur Strategie "Grow Nonwovens, Reset Textiles". Lenzing will das EBITDA mittelfristig um rund 150 Millionen Euro steigern und eine EBITDA-Marge von 20 bis 25 Prozent erreichen. Die Nettoverschuldung soll unter das 2,5-Fache des EBITDA sinken.

Zum Refinanzierungspaket zählen neue Finanzierungsvereinbarungen über bis zu 300 Millionen Euro sowie die Verlängerung bestehender Schulden bis 2030. Wirksam wird das Paket nach den genannten Bedingungen erst mit dem Abschluss der 300-Millionen-Euro-Kapitalerhöhung.

Produktionsende an zwei Standorten geplant

Zum Konzernumbau gehört auch eine Konsolidierung der Faserproduktion. In Heiligenkreuz in Österreich soll die Produktion bis Ende 2026 auslaufen, in Grimsby in Großbritannien bis Ende 2027. Für den indonesischen Viscosestandort PT South Pacific Viscose läuft parallel ein Verkaufsprozess.

Für 2026 rechnet Lenzing mit nicht zahlungswirksamen Wertminderungen von bis zu 150 Millionen Euro, die das EBITDA nicht beeinflussen. Erwartet werden außerdem Restrukturierungsrückstellungen von bis zu 40 Millionen Euro; diese belasten das EBITDA 2026.

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